Jahresbericht 2021

Allgäuer Moorallianz

Mit neuer Besetzung in die Verlängerungsphase

Mit der Verlängerung des Naturschutz-Großprojekts bis 2030 wurde auch das Team der Allgäuer Moorallianz teils neu aufgestellt. Annika Niemeyer verließ das Team zum Ende ihrer Elternzeit im Oktober 2022. Carmen Scherbaum wurde nach einjähriger Elternzeitvertretung bis zum Ende der Projektlaufzeit 2030 fest als Projektmitarbeiterin in das Team der Allgäuer Moorallianz übernommen. Die Finanz- und Verwaltungsfachkraft Claudia Höbel verabschiedete sich nach insgesamt 12 Jahren, im Oktober 2022, in den wohlverdienten Ruhestand. Nach einer kurzen Neubesetzung, folgte ein weiterer Personalwechsel in der Projektverwaltung. Seit 01.05.2023 wird die Stelle nun, ebenfalls mit einer Laufzeit bis zum Projektende 2030, von Margit Gröbl besetzt. Nach wie vor fest im Team verankert ist die Projektmitarbeiterin Simone Reylaender (seit 2009) und der Projektleiter Dr. Ulrich Weiland (seit 2013).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rückblick und Aussicht

Durch den Personalwechsel mussten kurzfristig vielerlei Aufgaben im Bereich Organisation, Verwaltung und Finanzen, wie z.B. Buchhaltung, Jahresabschluss, Aufstellung des Haushalts, Verwendungsnachweis und Förderabwicklung sowie auch die Einarbeitung der neuen Mitarbeiterinnen vom dreiköpfigen Projekt-Fachpersonal übernommen werden.

 

Durch die gesteigerte Popularität des Moorschutzes in Politik und Öffentlichkeit, v.a. in Zusammenhang mit Klimaschutz und Energiewende, war das erfahrene Fachpersonal auch zunehmend beraterisch mit unterschiedlichsten Fragestellungen und Aufgaben konfrontiert. Dennoch konnten im Jahr 2023 einige Kleinmaßnahmen zur Wiederherstellung degradierter- und zum Erhalt schützenswerter Moorgebiete durchgeführt werden. So fanden z.B. unterschiedliche Beweidungsprojekte zum Erhalt und zur Verbesserung der Artenvielfalt auf wertvollen Niedermoorflächen statt. In einigen Gebieten wurden Moorwälder nach Käfer- und Sturmholzschäden durch Waldumbaumaßnahmen saniert. Durch gezielte Pflegemaßnahmen (Auflichtung, Entbuschung) wurden die Lebensräume streng geschützter und seltener Arten wie z.B. dem Hochmoor-Laufkäfer, Buntbäuchigem Grashüpfer und dem Blauschillernden Feuerfalter, verbessert. Zusätzlich wurden fortlaufend hydrologische Evaluierungen (Pegelstandmessungen) in verschiedenen Moorgebieten vom Projektpersonal durchgeführt. Auch im Bereich Öffentlichkeitsarbeit wurden Newsletter, Aktualisierungen auf der Homepage, Moorführungen (für verschiedene Interessensgruppen), Vorträge und Interviews (z.B. mit Hochschulen und TV Allgäu) realisiert. Ganzjährig wurden zudem verschiedene Flächen im Projektgebiet für den Ankauf begutachtet und bewertet. Insgesamt konnten im Jahr 2023 rund 7 ha für die Umsetzung von Moorschutzmaßnahmen im Ostallgäu angekauft werden

 

 

Gegen Ende des Jahres wurden diverse Planungen für größere Maßnahmen in Angriff genommen, welche zu Beginn und im Laufe des neuen Jahres in die Umsetzung gebracht werden sollen. Beispielsweise sind in Kooperation mit der BN Ortsgruppe Marktoberdorf im Dümpfelmoos bei Geisenried Wiedervernässungsmaßnahmen des kleinen Hochmoorgebiets (im Eigentum des BUND Naturschutz) geplant. Auch die Wiedervernässung einer Niedermoorfläche in der Lobacher Viehweide in Seeg durch Anstau eines Entwässerungsgrabens ist kurz vor der Umsetzung. Im Hertinger Moos bei Nesselwang ist in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde die Umleitung des Oberflächenabwassers – heraus aus dem empfindlichen Hochmoorkern – geplant. In diesem Gebiet sollen in den kommenden Jahren noch weiterreichende Renaturierungsarbeiten erfolgen. Die Renaturierung und hydrologische Sanierung einiger Bereiche der Geltnachtalwiesen (Sulzschneid/Heggen) soll in Kooperation mit dem Wasserwirtschaftsamt Kempten vorangetrieben werden.

 

 

 

Kontakt

Projektbüro Allgäuer Moorallianz

Tel. 08342 911-260

Fax 08342 911-564

 

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